Zahnbehandlungen


Nicht nur wir, auch unsere Tiere werden immer besser und intensiver medizinisch betreut. Somit kommen auch sie in „den Genuss“ von Zahnerkrankungen. Praktisch jede Katze wird im Laufe ihres Lebens von sogenannten resorptiven Läsionen geplagt – eine Zahnerkrankung die unter Umständen jede Nahrungsaufnahme zum schmerzhaften Ereignis werden lässt. Ob nun Wurzelschäden, abgebrochene Zähne oder Erkrankungen der Maulhöhle oder des Zahnhalteapparates – früher oder später erwischt es fast jede Katze oder jeden Hund.

Auch kleine Heimtiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sind besonders oft Opfer schmerzhafter Zahnerkrankungen, die bei diesen Tieren sogar lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können! Jede Zahn- oder Maulhöhlenveränderung bedarf einer tierärztlichen Beurteilung und Behandlung. Die Therapie – sei es eine Zahnextraktion, zahnerhaltende Maßnahmen oder sogar kieferchirurgische Maßnahmen (wie z.B. die Versorgung einer Unterkiefersymphysiolyse, die sehr oft bei „Fenstersturzkatzen“ anzutreffen ist) werden in Narkose durchgeführt.


Eine Zahnsanierung bedeutet weit mehr als einfach nur Zähne ziehen. Sollte Ihre Katze einmal Zahnschmerzen haben, schauen Sie sich unser Album an und informieren Sie sich über moderne Zahnmedizin!

1. Da Zahnsanierungen immer mit viel Wasser einhergehen (Bohrer etc. müssen mit Wasser gekühlt sein um schwerwiegende Verbrennungen an Geweben zu vermeiden), muss unbedingt verhindert werden, dass die Patienten auskühlen. Mit dieser speziellen Lagerungsmatte ist den kleinen Tigern durchweg mollig warm.

2. Zu einem modernen Narkosemanagement gehört neben der Überwachung von Sauerstoffkonzentration im Blut, Blutdruck, und Herzfrequenz auch zwingend ein venöser Zugang und die Intubation des Patienten. Diese Maßnahmen erhöhen die Steuerbarkeit und Sicherheit einer jeden Narkose. Der Tubus verhindert außerdem, dass Flüssigkeit in die Atemwege gelangt. Über den Venenzugang können Medikamente und Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufs verabreicht werden.

3. Nachdem der Patient warm und sicher gelagert ist, wird der Zahnstein mit einem Ultraschallscaler entfernt.

4. Wie man hier sehr schön sehen kann, ist der braune Zahnstein entfernt und zum Vorschein kommen tatsächlich schöne weiße Zähne. Doch der schöne Schein trügt! Da Zahnkronen oft verräterisch unauffällig aussehen, ist es zwingend notwendig, auch die Zahnwurzeln zu beurteilen. Eine Zahnsanierung ist sinnlos, wenn dananch immer noch kaputte, schmerzhafte Zähne zurückbleiben.


5. Zur exakten Beurteilung der Zahngesundheit werden alle Zähne überlagerungsfrei mit diesem speziellen Zahnröntgengerät geröngt. Auch hier gilt es, die Patientensicherheit zu gewährleisten. Die Röntgenstrahlung ist sehr gering. Die nächsten Blider zeigen, dass sich der Aufwand auf jeden Fall lohnt!

6. Die weißen, schönen Zähne offenbaren im Zahnröntgen ihr wahres Aussehen! Hier kann man sehr schön die Zerstörungen sehen, die durch resorptive Läsionen verursacht werden. Diese Zähne verursachen starke Schmerzen und sorgen dafür, dass Futter auf dieser Seite des Kiefers definitiv nicht mehr gekaut wird.

7. Auch freiliegende Zahnhälse durch Rückgang des Kieferknochens sind kein Spaß. Solche Zähne sind immer Opfer bakterieller Infektionen aus der Maulhöhle und schmerzen ebenfalls stark.

8. Nachdem alle Zähne geröngt wurden, kommt man zum chirurgischen Teil einer Zahnsanierung. Die atraumatischste Methode ist heutzutage zunächst die chirurgische Gestaltung eines Gingivaflaps, also einen Schleimhautlappens aus den Gewebe des Zahnfleischs an dem Zahn, der entfernt werden soll. Diesen Lappen präpariert man mit einem Skalpell frei...


9. ...und löst ihn mit diesem Raspatorium sorgfältig von seiner knöchernen Unterlage ab.

10. Wenn man mit dem Gingivaflap fertig ist, hat man an dieser Stelle einen kleinen Bereich des Kieferknochens freigelegt. Diesen fräst man mit einem speziellen Bohrer behutsam weg und legt damit die Wurzeln des betroffenen Zahns frei.

11. Da viele Zähne mehrere Wurzeln besitzen, die oft unterschiedliche Winkelungen haben, muss man die Zahnkronen mit diesem Instrument trennen. Dadurch erhält man sozusagen aus einem mehrwurzligen Zahn zwei bis drei einzelne Zahnabteilungen mit jeweils nur einer Wurzel. Unterlässt man diesen Schritt, läuft man Gefahr, dass die Wurzeln beim Entfernen des Zahns abbrechen, unentdeckt weiter im Kiefer verbleiben und höllische Schmerzen verursachen.

12. Dies ist ein Zahn, der auf die beschriebene Art zertrennt wurde. Man kann hier schön die Zerstörungswut von resorptiven Läsionen erkennen. Solche Zähne brechen bei falscher Vorgehensweise sehr schnell und stressen Tier und Operateur dann gewaltig. Hier ist aber alles lehrbuchhaft gelaufen, Der Zahn wurde komplett entfernt.


All diese Maßnahmen mögen für Sie unheimlich wirken. Oft hat man ja auch schon als Mensch unangenehme Situaionen auf dem Zahnarztstuhl erlebt. Doch jeder, der schon einmal Zahnschmerzen hatte, weiß wie sich das anfühlt und sollte seinem Tier so etwas ersparen. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem kleinen Ausflug die "Angst vorm Zahnarzt" nehmen konnte. Moderne Zahnmedizin ist eben auch Tierschutz. Ihre Katze wird es Ihnen danken!


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